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Marek Lipowski


Bildhauer / Künstler |
Marek Lipowski,
der gehörlosen Bildhauer, wird 50 Jahre alt.
Der gehörlose Künstler Marek Lipowski, feierte am 6. Januar
in Berlin in aller Stille seinen 50. Geburtstag.
In dem kleinen Kreis bekannter, gehörloser Bildhauer hat er besondere
Werke für den Gehörlosen-Verband Berlin e.V. geschaffen,
z.B. die drei verschiedene Ehrenpreise (die „Goldenen Hand“,
das „Goldene Händchen“, die „Eduard-Fürstenberg-Medaille“)
für die Sieger des Gebärdensprachfestivals und die Ehrenden
des Verbandes. Es ist immer eine große Auszeichnung ein Werk
von ihm zu erhalten.
Marek wurde als gehörloses Kind am 6. Januar 1953 in Lodz (Polen)
geboren. Von 1959 bis 1969 besuchte er die Gehörlosenschule in
Lodz. Da er sich der Malerei und Bildhauerei widmen wollte, ging er
von 1969 bis 1974 auf das Lyzeum für plastische Kunst in Lodz
und schloss dieses erfolgreich mit dem Abitur ab.
Anschließend wurde er in der Akademie der Schönen Künste
- Bildhauerei - in Warschau aufgenommen und studierte dort 5 Jahre
lang. Er entschied sich für die Bildhauerei, weil auch der Bildhauer
die Malkunst beherrschen muss.
Unter Prof. Tadeusz Lodziana und Doc. Zofia Demkowska schloss er 1979
sein Studium mit Auszeichnung ab und erwarb den Titel des Magisters
der Künste“
Von 1979 bis 1982 war er sowohl freiberuflich als Bildhauer und Medailleur
als auch am Polnischen Archäologischen und Numismatischen Gesellschaft
in in Warschau beschäftigt. Er restaurierte die Kathedrale Johannes
in der Altstadt Warschaus.
Aufgrund der politischen Lage im kommunistischen Polen zog er mit
seiner Frau nach Berlin um und sammelte als Holzschnitzer in Rosenheim
(Bayern) 1984/1985 weitere Erfahrungen.
1985 begann seine Tätigkeit als Bildhauer und Keramikmodelleer
bei der bekannten Staatlichen Porzellan-Manufaktur KPM in Berlin und
modellierte u.a. die Medaille „Rahel Varnhagen von Esse“.
Er entwarf für die Sonderedition „150 Jahre Berliner Zoo“
vier Skulpturen (2 Nilpferde, Kröte, Marabu), die schöne
Skulptur „Weihnachtsengel“ und einen Sonderstempel für
die Post zum Anlass der 200 Jahre Gehörlosenbildung.
1995 gestaltete er das Relief am Toreingang des Gehörlosenzentrums
Berlin. Er nahm an zahlreichen Wettbewerben für Gedenkmünzen
teil und erwarb sowohl einige Auszeichnungen als auch den 3. Preis
für die Münzen der Europäischen Union.
Der Bayerische Rundfunk „Sehen statt Hören“ strahlte
1997 einen Beitrag über seine Tätigkeit und seine Werke
aus.
Er nahm an den Ausstellungen bei den Kulturtagen der Gehörlosen
in Dresden und 1998 in Kelheim an der Donau teil. Im Keramik-Workshop
der Gruppe Kunst-Thema „Donau“ vom 25.-30. Mai 1998 im
Atelier Fochler, Ihrlerstein präsentierte er seine Arbeiten „Wasserkraft“,
„Verlassen“, „Rudersee" und „Donaustrudel“
1999 wurde Marek in die Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst
in Berlin aufgenommen.
Im Eduard-Fürstenberg-Saal des Gehörlosenzentrums Berlin
sind vier seiner Gemälde „Wir sind nicht sprachlos“
zu sehen. Das Münchener Gehörlosenzentrum wird in Kürze
eine von ihm entworfene Skulptur schmücken.
Trotz seiner Vielfältigkeit fällt Marek durch seine große
Bescheidenheit auf. Die Gehörlosen wünschen seiner künstlerischen
Tätigkeit viel Erfolg.
Jochen Muhs
Kunstwerke von Marek Lipowski: Klick
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Marek Lipowski |

Goldene Hand und Goldenes Händchen des Gebärdensprachfestivals
ist Mareks Kunstwerk. |

Kürzlich gestaltete Marek den neuesten Preis für den
Sieger des Jugend-Gebärdensprachfestivals. |
Marek Lipowski entwarf die Eduard-Fürstenberg-Medaille. |
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